Musikhof Fesenfeld

Zentrum für alte Musik

Konzert

Abgelegt unter: Allgemein — 25. November 2007 @ 11:12

Richard Pilkington (Münster) stellte am 17. November das Etüdenwerk Fernando Sors vor. Er legte dabei die Ausgabe Andres Segovias zugrunde und beantwortete gleich die Frage, warum Segovia diese Auswahl traf. Noch entscheidender waren aber Fragen zur Spieltechnik. Sor hat in seiner Gitarrenschule, die auch heute noch als Neudruck oder auch als Faksimile erhältlich ist, nur ganz wenig Musikbeispiele veröffentlicht, sondern sich eingehend mit physiologischen und physischen Fragen der Spieltechenik befasst. Dabei kommt er zu Ergebnissen, die den Forderungen Tarrregas zwei Generationen später häufig wiedersprechen und eher an die Anschlagstechnik der Lautenisten erinnert. Dies allerdings nicht, um historischen Errungenschaften seine Referenz zu erweisen, sondern aus rein rationalen Gründen. Er war eben auch ein Kind der Aufklärung. Richard Pilkington bewies dann die Thesen Tarregas , indem er die von Segovia ausgewählten Etüden äusserst lebendige und virtuose Weise vortrug.

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